Die vielversprechende Wirkung von NADH auf die sportliche Leistung

In vier Studien - Birkmayer und Vank, Misner et al., Grathwohl et al. und Mero et al. - wurde der Einfluss von NADH auf die sportliche Leistungsfähigkeit untersucht. Die Ergebnisse zeigten insgesamt, dass NADH die muskuläre Energiebereitstellung verbessern und zu einer erhöhten Leistungsfähigkeit bei körperlicher Belastung führen kann.

Die Studie von Birkmayer und Vank untersuchte, ob eine NADH-Supplementierung die psychomotorischen und physischen Leistungen von Sportlern verbessern kann. Die Ergebnisse zeigten, dass NADH die Leistung von Sportlern verbesserte und zu einer schnelleren Erholung nach dem Training führte.

Die Studie von Misner et al. untersuchte den Einfluss von NADH auf die Energiebereitstellung von Muskeln bei kurz- und langfristiger Belastung mit dem Ergebnis, dass NADH zu einer verbesserten Energiebereitstellung beitrug und eine schnellere Regeneration nach dem Training ermöglichte.

In der Studie von Grathwohl et al. wurde untersucht, ob eine NADH-Supplementierung die muskuläre Energiebereitstellung bei körperlicher Belastung verbessern kann. Die Ergebnisse zeigten, dass NADH die maximale Leistungsfähigkeit der Muskeln und die anaerobe Energiebereitstellung verbesserte.

Die Studie von Mero et al. untersuchte den Einfluss von NADH auf die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit von Sportlern und zeigte, dass NADH die körperliche Leistungsfähigkeit während intensiver Belastung verbesserte und auch zu einer schnelleren Erholung nach dem Training beitrug. Darüber hinaus zeigte die Studie auch, dass NADH die geistige Leistungsfähigkeit, insbesondere die Aufmerksamkeit und Reaktionszeit, verbesserte.

Zusammenfassend deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass NADH eine vielversprechende Ergänzung für Sportler sein kann, um ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu verbessern und ihre Regenerationszeit nach dem Training zu verkürzen. Es ist bleibt jedoch zu beachten, dass es um die optimalen Dosierungen und Einnahmezeiten von NADH zu bestimmen und die Langzeitwirkungen auf die Leistungsfähigkeit zu untersuchen noch weiterer Forschung bedarf.

Quelle: Georg D. Birkmayer, M.D., Ph.D., Pavel Vank, M.D., Birkmayer Institute for Parkinson Therapy, Research Division, Vienna, Austria: Reduced Conenzyme 1 (NADH) improves psychomotoric and physical performance in athletes; International Journal of Sports Medicine April, 1996

Quelle: Bill Misner, Ph.D.(Washington, USA), George D. Birkmayer(Vienna, Austria), H. Schlachter (Munich, Germany), and A. Berg (Freiburg, Germany): The coenzymen Nicotinamide Adenine Dinucleotide(NADH) as a biological ergogenic factor in short-term and prolonged exercise

Quelle: Grathwohl D, Klann M, Müller HM, Schlachter H, Berg A.: Einfluss einer NADH Supplementation auf die muskuläre Energiebereitstellung beim Menschen (Influence of NADH supplementation for the muscular energy supply in humans) Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 11/2000

Quelle: Antti A. Mero, Riikka T. Raitanen, George D. Birkmayer and Paavo V. Komi: Effects of Nicotinamide Adenine Dinucleotide Hydride on physical and mental performance; Manuscript / Journal of Sports Sciences 19.9. 2006


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FAQs

Als „Abnehmspritze“ werden verschiedene
verschreibungspflichtige Medikamente bezeichnet, die unter bestimmten
medizinischen Voraussetzungen zur Behandlung von Übergewicht und Adipositas
eingesetzt werden. Zu den bekannten Wirkstoffen gehören Semaglutid und Tirzepatid.
Sie beeinflussen unter anderem Hunger und Sättigungsgefühl und können dadurch
die Energieaufnahme reduzieren.

GLP-1 steht für Glucagon-like Peptide-1 und ist ein
körpereigenes Hormon. Es spielt unter anderem eine Rolle bei der Regulation von
Appetit, Sättigung und Glukosestoffwechsel. GLP-1-basierte Medikamente ahmen
die Wirkung dieses Hormons nach und aktivieren gezielt den GLP-1-Rezeptor.

Der Begriff GLP-1-Nahrungsergänzungsmittel ist nicht
medizinisch definiert. Gemeint sind meist Produkte, die als „GLP-1 Support“
oder „GLP-1 Booster“ vermarktet werden und beispielsweise Ballaststoffe,
Protein, Präbiotika oder Pflanzenstoffe wie Berberin enthalten können.

Entscheidend ist dabei der jeweilige Inhaltsstoff und seine
wissenschaftlich untersuchte Wirkung – nicht allein die Bezeichnung des
Produkts.

Nahrungsergänzungsmittel und GLP-1-Medikamente verfolgen
unterschiedliche Wirkansätze. Medikamente wie Semaglutid oder Tirzepatid
greifen gezielt in bestimmte hormonelle Signalwege ein. Bestimmte Nährstoffe
und Pflanzenstoffe können dagegen andere physiologische Prozesse unterstützen,
beispielsweise Sättigung, Verdauung oder Stoffwechsel.

Sie sind daher nicht mit der pharmakologischen Wirkung
von GLP-1-Medikamenten gleichzusetzen
.

Besonders interessant sind Inhaltsstoffe, die mit Sättigung,
Verdauung oder der Darmmikrobiota in Verbindung stehen. Dazu gehören
beispielsweise lösliche und fermentierbare Ballaststoffe, Präbiotika und
bestimmte Pflanzenstoffe
.

Ballaststoffe können unter anderem die Verdauung
beeinflussen und über die Fermentation im Darm zur Bildung kurzkettiger
Fettsäuren beitragen. Diese können wiederum Signalwege beeinflussen, die mit
der Ausschüttung von Darmhormonen wie GLP-1 zusammenhängen.

Die Wirkung hängt jedoch stark vom jeweiligen Inhaltsstoff,
der Dosierung und der individuellen Situation ab.

Ballaststoffe können zu einer ausgewogenen Ernährung
beitragen und unter anderem Sättigung und Verdauung unterstützen.
Besonders lösliche und fermentierbare Ballaststoffe sind in diesem Zusammenhang
interessant.

Gute natürliche Quellen sind beispielsweise Gemüse,
Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Obst, Nüsse und Samen. Auch bestimmte
Ballaststoffe wie Psyllium oder Inulin werden als Nahrungsergänzung eingesetzt.

Protein liefert wichtige Aminosäuren für den Erhalt und
Aufbau von Muskelgewebe. Gerade bei einer deutlichen Gewichtsreduktion ist
deshalb eine ausreichende Proteinversorgung relevant.

In Kombination mit regelmäßigem Krafttraining kann
eine proteinreiche Ernährung dazu beitragen, die fettfreie Masse während einer
Gewichtsabnahme möglichst gut zu erhalten.

Grundsätzlich gibt es keine allgemeine Liste von
Lebensmitteln, die während einer GLP-1-Therapie grundsätzlich verboten sind.
Allerdings können sich Appetit, Sättigungsgefühl und teilweise auch die
Verträglichkeit bestimmter Lebensmittel verändern.

Wenn insgesamt weniger gegessen wird, gewinnt die Nährstoffqualität
der Ernährung
an Bedeutung. Proteinreiche Lebensmittel, Gemüse, Obst,
Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und andere nährstoffreiche Lebensmittel können
dabei eine wichtige Grundlage bilden.

Studien zeigen, dass nach dem Absetzen von GLP-1-basierten
Medikamenten eine erneute Gewichtszunahme auftreten kann. In der Verlängerung
der STEP-1-Studie nahmen die Teilnehmenden innerhalb eines Jahres nach dem
Absetzen von Semaglutid im Durchschnitt einen erheblichen Teil des zuvor
verlorenen Gewichts wieder zu.

Das unterstreicht die Bedeutung langfristig tragfähiger
Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten auch während einer medikamentösen
Therapie.

Eine GLP-1-Therapie macht keine bestimmte Ernährungsform
zwingend erforderlich. Da sich Hunger und Sättigungsgefühl verändern und
teilweise weniger gegessen wird, kann es jedoch sinnvoll sein, den Fokus
besonders auf Nährstoffdichte, Protein, Ballaststoffe und eine
abwechslungsreiche Lebensmittelauswahl
zu legen.

Auch regelmäßige Bewegung, insbesondere Krafttraining, kann
eine sinnvolle Ergänzung sein.

Nein. GLP-1-Nahrungsergänzungsmittel und
GLP-1-Medikamente sind grundsätzlich voneinander zu unterscheiden.

Medikamente wie Semaglutid und Tirzepatid wurden gezielt
entwickelt, um bestimmte hormonelle Signalwege zu aktivieren, und sind in
klinischen Studien als Arzneimittel untersucht worden. Nahrungsergänzungsmittel
enthalten dagegen Nährstoffe oder andere bioaktive Substanzen, die natürliche
physiologische Prozesse unterstützen können.

Die Bezeichnung „GLP-1“ auf einem Nahrungsergänzungsmittel
bedeutet daher nicht, dass das Produkt dieselbe Wirkung wie ein
GLP-1-Medikament hat.