Erderschöpfungstag 2023 - Wie kann unsere Ernährung helfen?

Der heutige Erderschöpfungstag in Österreich erinnert uns – wie jedes Jahr - daran, dass wir unsere natürlichen Ressourcen schneller verbrauchen, als sie sich regenerieren können. Auch die Art und Weise, wie wir uns ernähren, hat einen erheblichen Einfluss auf den Planeten. Eine nachhaltige Ernährungsweise kann nicht nur unsere Gesundheit fördern sondern hilft auch die Ressourcen der Erde zu schonen.

Hier sind einige Tipps, wie eine gesunde und nachhaltige Ernährung sowohl der Umwelt als auch unserer Gesundheit zugutekommen kann:

1. Wähle Lebensmittel mit einem niedrigen CO2-Fußabdruck:

Tierische Produkte wie Fleisch und Milchprodukte haben einen hohen CO2-Fußabdruck und können sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken, insbesondere wenn wir zu viel davon konsumieren. Pflanzliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte haben einen niedrigeren CO2-Fußabdruck und sind reich an Nährstoffen wie Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien.

2. Vermeide Lebensmittelverschwendung:

Lebensmittelverschwendung kann sich negativ auf die Umwelt auswirken und unser Budget belasten. Durch die Verwendung von Resten und die richtige Lagerung von Lebensmitteln können wir Abfall reduzieren und Geld sparen. Eine ausgewogene Ernährung mit einer Vielzahl von Lebensmitteln kann auch dazu beitragen, eine ausgewogene Ernährung aufrechtzuerhalten, die uns mit den Nährstoffen versorgt, die unser Körper benötigt.

3. Kaufe lokale und saisonale Lebensmittel:

Lokale und saisonale Lebensmittel haben oft einen höheren Nährstoffgehalt als importierte Lebensmittel und können dazu beitragen, den Einsatz von Pestiziden und anderen Chemikalien zu reduzieren. Darüber hinaus wird damit auch die lokale Wirtschaft unterstützt.

4. Wähle Bio- und Fairtrade-Produkte:

Bio- und Fairtrade-Produkte können frei von schädlichen Chemikalien sein und den Einsatz von Pestiziden reduzieren. Fairtrade-Produkte sorgen außerdem dafür, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter, die diese Lebensmittel anbauen, fair bezahlt werden. Somit kann eine ausgewogene Ernährung mit Bio- und Fairtrade-Produkten dazu beitragen, den Körper mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen und gleichzeitig helfen die Arbeiterinnen und Arbeiter fair zu entlohnen.

Es ist wichtig zu beachten, dass es nicht notwendig ist, den Lebensstil von heute auf morgen radikal umzustellen, um nachhaltiger zu leben. Schon kleine Schritte in Richtung einer nachhaltigen Ernährung können helfen, den Planeten und unsere Gesundheit zu schützen. Indem wir uns auf den Konsum von pflanzlichen Lebensmitteln konzentrieren, Lebensmittelverschwendung reduzieren und lokale, saisonale und Bio-Produkte bevorzugen, können wir unseren Beitrag leisten.

Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern zu versuchen, Schritt für Schritt zu einem nachhaltigeren Lebensstil zu gelangen. Wenn wir uns auf die Vorteile für unsere Gesundheit und den Planeten konzentrieren, können wir motiviert bleiben und auch andere dazu inspirieren, nachhaltige Veränderungen vorzunehmen.


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FAQs

Als „Abnehmspritze“ werden verschiedene
verschreibungspflichtige Medikamente bezeichnet, die unter bestimmten
medizinischen Voraussetzungen zur Behandlung von Übergewicht und Adipositas
eingesetzt werden. Zu den bekannten Wirkstoffen gehören Semaglutid und Tirzepatid.
Sie beeinflussen unter anderem Hunger und Sättigungsgefühl und können dadurch
die Energieaufnahme reduzieren.

GLP-1 steht für Glucagon-like Peptide-1 und ist ein
körpereigenes Hormon. Es spielt unter anderem eine Rolle bei der Regulation von
Appetit, Sättigung und Glukosestoffwechsel. GLP-1-basierte Medikamente ahmen
die Wirkung dieses Hormons nach und aktivieren gezielt den GLP-1-Rezeptor.

Der Begriff GLP-1-Nahrungsergänzungsmittel ist nicht
medizinisch definiert. Gemeint sind meist Produkte, die als „GLP-1 Support“
oder „GLP-1 Booster“ vermarktet werden und beispielsweise Ballaststoffe,
Protein, Präbiotika oder Pflanzenstoffe wie Berberin enthalten können.

Entscheidend ist dabei der jeweilige Inhaltsstoff und seine
wissenschaftlich untersuchte Wirkung – nicht allein die Bezeichnung des
Produkts.

Nahrungsergänzungsmittel und GLP-1-Medikamente verfolgen
unterschiedliche Wirkansätze. Medikamente wie Semaglutid oder Tirzepatid
greifen gezielt in bestimmte hormonelle Signalwege ein. Bestimmte Nährstoffe
und Pflanzenstoffe können dagegen andere physiologische Prozesse unterstützen,
beispielsweise Sättigung, Verdauung oder Stoffwechsel.

Sie sind daher nicht mit der pharmakologischen Wirkung
von GLP-1-Medikamenten gleichzusetzen
.

Besonders interessant sind Inhaltsstoffe, die mit Sättigung,
Verdauung oder der Darmmikrobiota in Verbindung stehen. Dazu gehören
beispielsweise lösliche und fermentierbare Ballaststoffe, Präbiotika und
bestimmte Pflanzenstoffe
.

Ballaststoffe können unter anderem die Verdauung
beeinflussen und über die Fermentation im Darm zur Bildung kurzkettiger
Fettsäuren beitragen. Diese können wiederum Signalwege beeinflussen, die mit
der Ausschüttung von Darmhormonen wie GLP-1 zusammenhängen.

Die Wirkung hängt jedoch stark vom jeweiligen Inhaltsstoff,
der Dosierung und der individuellen Situation ab.

Ballaststoffe können zu einer ausgewogenen Ernährung
beitragen und unter anderem Sättigung und Verdauung unterstützen.
Besonders lösliche und fermentierbare Ballaststoffe sind in diesem Zusammenhang
interessant.

Gute natürliche Quellen sind beispielsweise Gemüse,
Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Obst, Nüsse und Samen. Auch bestimmte
Ballaststoffe wie Psyllium oder Inulin werden als Nahrungsergänzung eingesetzt.

Protein liefert wichtige Aminosäuren für den Erhalt und
Aufbau von Muskelgewebe. Gerade bei einer deutlichen Gewichtsreduktion ist
deshalb eine ausreichende Proteinversorgung relevant.

In Kombination mit regelmäßigem Krafttraining kann
eine proteinreiche Ernährung dazu beitragen, die fettfreie Masse während einer
Gewichtsabnahme möglichst gut zu erhalten.

Grundsätzlich gibt es keine allgemeine Liste von
Lebensmitteln, die während einer GLP-1-Therapie grundsätzlich verboten sind.
Allerdings können sich Appetit, Sättigungsgefühl und teilweise auch die
Verträglichkeit bestimmter Lebensmittel verändern.

Wenn insgesamt weniger gegessen wird, gewinnt die Nährstoffqualität
der Ernährung
an Bedeutung. Proteinreiche Lebensmittel, Gemüse, Obst,
Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und andere nährstoffreiche Lebensmittel können
dabei eine wichtige Grundlage bilden.

Studien zeigen, dass nach dem Absetzen von GLP-1-basierten
Medikamenten eine erneute Gewichtszunahme auftreten kann. In der Verlängerung
der STEP-1-Studie nahmen die Teilnehmenden innerhalb eines Jahres nach dem
Absetzen von Semaglutid im Durchschnitt einen erheblichen Teil des zuvor
verlorenen Gewichts wieder zu.

Das unterstreicht die Bedeutung langfristig tragfähiger
Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten auch während einer medikamentösen
Therapie.

Eine GLP-1-Therapie macht keine bestimmte Ernährungsform
zwingend erforderlich. Da sich Hunger und Sättigungsgefühl verändern und
teilweise weniger gegessen wird, kann es jedoch sinnvoll sein, den Fokus
besonders auf Nährstoffdichte, Protein, Ballaststoffe und eine
abwechslungsreiche Lebensmittelauswahl
zu legen.

Auch regelmäßige Bewegung, insbesondere Krafttraining, kann
eine sinnvolle Ergänzung sein.

Nein. GLP-1-Nahrungsergänzungsmittel und
GLP-1-Medikamente sind grundsätzlich voneinander zu unterscheiden.

Medikamente wie Semaglutid und Tirzepatid wurden gezielt
entwickelt, um bestimmte hormonelle Signalwege zu aktivieren, und sind in
klinischen Studien als Arzneimittel untersucht worden. Nahrungsergänzungsmittel
enthalten dagegen Nährstoffe oder andere bioaktive Substanzen, die natürliche
physiologische Prozesse unterstützen können.

Die Bezeichnung „GLP-1“ auf einem Nahrungsergänzungsmittel
bedeutet daher nicht, dass das Produkt dieselbe Wirkung wie ein
GLP-1-Medikament hat.